Keine Kürzungen im Kulturbereich
Eine Initative der Kulturschaffenden in Osnabrück
Weiterer Diskussionsbeitrag zum Interview von Pistorius Drucken

Meine Güte. Da wurde mir gestern von Reinhard Stolle (A3W) eröffnet, dass Pistorius falsch zitiert wurde. Da mir das auch schon passiert ist (und ich in der Folge mich dazu verhalten musste), habe ich gedacht, das angebliche Zitat wäre sinnentstellend. Stattdessen kommt der Satz: "Ich hätte mir gewünscht, daß beim Thema Kinderarmut ein ähnlicher Aufschrei durch die Stadt gegangen wäre wie bei 140.000 Euro Einsparungen in der Kulturarbeit." Und ich schäume wieder über.



Seit Jahren (!) wird die Kinderarmut in OS thematisiert, z.B. von der Osnabrücker Sozialkonferenz (OSK). Durch ungeheure Anstrengung und mit großem Druck gelang es 2007, dass die Stadt (damals mit Sliwka als Dezernenten) sich dazu verhält. Seit Anfang 2007 wird ein Kinderarmuts-bericht immer wieder angekündigt. Jetzt heißt es, der Bericht wird unter Verschluss gehalten, weil die Schlussfolgerungen von Pistorius und Rzyski nicht mitgetragen werden. Rzyski übt sich darin, jegliches Handeln zur Bekämpfung der Kinderarmut hinaus zu zögern. Und ich selbst habe oft genug im Rat oder Sozialausschuss Kinderarmut zum Thema gemacht oder einen diesbezüglichen Antrag gestellt, um vom OB und den Fraktionen einen drüber zu kriegen, weil die Stadt da schon ausreichend tätig sei.


Es ist also nicht nur das Ausspielen von sozialen und kulturellen Belangen - es wird blank gelogen.



Christopher Cheeseman  < Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. >

Beitag abgedruckt mit Zustimmung des Verfassers



Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 11. Februar 2010 um 22:56 Uhr