Keine Kürzungen im Kulturbereich
Eine Initative der Kulturschaffenden in Osnabrück
Dikussion in der Kulturszene Drucken

Aktuell wird in der Osnabrücker Kulturszene viel und kontrovers diskutiert. Eine Eindruck über den altuellen Stand der Diskussion ergiebt sich durch den E-Mail Verkerhr der Kulturschaffenden. Hier ist nun exemplarisch eine interessante E-Mail abgedruckt, an dem die Standpunkte sehr deutlich werden.




Hallo,

Ich finde die Diskussion weder dilettantisch, noch werden unnötige Gräben aufgerissen. Ich finde die Aussagen von Herrn Pistorius dilettantisch und irgendwelche hochtrabenden kulturpolitischen Diskussionen helfen nicht gegen die nackte Wut im Bauch. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, da ist Wut ein ehrliches Gefühl - das lasse ich mir nicht nehmen. Wir brauchen Eure SOLIDARITÄT!
Ich weiß nicht, ob Herr Stüdemann zum kulturpolitischen Chaos unser Verantwortlichen in der Stand irgendwelche schlauen Aussagen machen kann, habe aber diesbezüglich große Zweifel.
So, das musste ich loswerden.

Liebe Grüße

--
Volker Hunsche
Vorstand


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Am 05.02.2010 12:03, schrieb klaus.thorwesten:


Lieber Holger, liebe Mitglieder,

Danke für den Beitrag, ich sehe das ebenso.
Zur Information:
Wir planenals VKO und Remarque-Gesellschaft eine dementsprechende
kulturpolititsche Diskussion - wahrsch. im April- u.a. mit dem Vorsitzenden
des Kulturausschusses des deutschen Städtetags Jörg Stüdemann. Lioba ist am
Thema dran. Wenn die Sache terminlich konkret wird melde ich mich.

Viele Grüße

Klaus


Klaus Thorwesten
VKO-Vorstand
c/o
Geschäftsführer
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Betreff: Re: Neue OZ Beitrag Pistorius und Ryzski

Hallo an alle,

der Graben wird immer tiefer gegraben, das gefällt mir nicht. Elisabeth hat
Recht, wenn sie sagt, die Debatte wird dilletantisch geführt. Ich möchte
gerne konstruktiv an die Sache herangehen. Dazu zwei Vorschläge:

1. Eine Veranstaltungsreihe zur Kulturpolitik aufsetzen. In der Stadt
herrscht ein Theoriedefizit. Wir sollten uns allgemein darüber unterhalten,
welche Aufgaben Kultur im 21. Jahrhundert hat.

2. Die Kommune ist Mittelpunkt / Tatort gesellschaftlichen Lebens. Sie gerät
aber finanziell immer mehr in Bedrängnis. Der Städtetag hat grad wieder
einen alarmierenden Appell gestartet.
http://www.staedtetag.de/10/presseecke/pressedienst/artikel/2010/02/02/00674
/index.html
Anstatt uns um die Reste im Topf zu streiten, müssen wir gemeinsam mit dem
OB und anderen Städten darum kämpfen, die Kommune zu stärken. Die EU und die
Stadt bleiben am Ende wichtig, Bund und Länder brauchen wir immer weniger.
Dort müssen die Ausgaben reduziert werden, die Kommunen brauchen Mittel und
Befugnisse.

Und die Entgegnung zum Kinderarmuts-Vergleich lautet: Es ist ein politisches
Armutszeugnis, Kinderarmut als Totschlagargument für Kulturkürzungen zu
mißbrauchen. Wen trifft es denn, wenn die Stadtteilbibliotheken schließen?
Genau jene Kinder.

Viele Grüsse

Holger Schwetter




Am 02.02.2010 um 17:29 schrieb klaus.thorwesten:

Liebe Mitglieder,


ich denke, dass Ihr den heutigen Artikel mit OB Pistorius und Frau Rzyski
zur Kultur mit ebenfalls großer Verärgerung gelesen habt wie ich.

siehe:
www.artenvielfalt-statt-monokultur.de
Hier gibt es auch das OS-Radio-Interview mit Lioba und mir.

Lioba und ich haben dazu ein Pressegespräch mit der NOZ /Ralf Döring
vereinbart, welches in der aktuellen Reihe zur Kultur erscheinen wird
(Gespräch am 11.2.10). Zusätzlich werden wir keine aktuelle Pressemeldung in
der NOZ platzieren können.

Es bleibt Euch natürlich unbenommen mit Leserbriefen auf die Aussagen (und
die damit deutlich gewordene " Wertschätzung" der Kulturarbeit) der
Stadtspitze einzugehen.

Das heute geführte Gespräch mit der Bürgerstiftung (Kulturfonds für freie
Kulturarbeit/Träger) mit Dr. Lang war sehr positiv, wir werden dazu noch
später -wenn es Ergebnisse gibt- informieren.


Viele Grüße


Klaus Thorwesten
VKO-Vorstand
c/o
Geschäftsführer
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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 09. Februar 2010 um 21:23 Uhr