Keine Kürzungen im Kulturbereich
Eine Initative der Kulturschaffenden in Osnabrück
Das Zimmertheater wird jetzt friedlich Drucken

Presseerklärung zur Umbenennung des ersten unordentlichen Zimmertheaters in erstes unordentliches Friedenstheater


"Kultur trägt in besonderer Weise zur Profilierung der Frie­densstadt bei.“, so steht es in einem Entwurf zu einem Strategiepapier zur kommunalen Kulturförderung der Stadt Osnabrück. Weiter heißt es in dem Papier: „Dies muss nicht nur das Thema Frieden sein. Aber wollte man auf zu vielen Feldern die kulturelle Identität Osnabrücks nach außen tragen, könnte keine Initiative so ausgestattet werden, dass sie wirksam wird. Der Rat der Stadt Osna­brück muss sich entscheiden, worauf sich die Stadt kon­zentrieren soll, um solche Außenwirksamkeit herzustel­len.“ 


Die Stadt möchte sich also zukünftig in ihrer Kulturförde­rung auf das Thema Frieden konzentrieren. Darauf reagie­ren die Mitglieder des ersten unordentlichen ZimmerThea­ters. Sie haben die Zeichen der Zeit erkannt und möchten durch die symbolische Umbenennung ihres Theaters den Friedensauftrag für die Stadt Osnabrück betonen. Bereits seit 11 Jahren besteht das Amateurtheater als eines der vielfältigen kulturellen Angebote Osnabrücks und möchte sich auch nach der Umsetzung des Strategiepapiers zur Kulturförderung weiterhin in der Stadt behaupten können. Das erste unordentliche FriedensTheater möchte Irritation provozieren und die Öffentlichkeit informieren.

 

Wenn sich also die Gefahr bewahrheitet, dass unsere Stadt ihre Prioritäten ausschließlich auf außenwirksame kulturelle Projekte setzt und kulturelle Nischen, in denen Neues ausprobiert und entwickelt wird, aus dem städti­schen Bild verschwinden, sehen wir uns gezwungen mit unserer Aktion auf den großen kulturellen Verlust auf­merksam zu machen, der durch die Umsetzung des Stra­tegiepapiers auf die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Os­nabrück zukommt.


Die Umbenennung des ersten unordentlichen ZimmerThea­ters in erstes unordentliches FriedenTheater findet am 14. No­vember um 11.00 Uhr vor dem Gebäude des Theaters in der Lohstrasse 45a statt. Anschließend wird zu einem „Friedensmarsch“ zum Nikolaiort eingeladen. Dort werden die Schauspielerinnen und Schauspieler des ersten unor­dentlichen FriedesTheaters Friedenstexte verkünden und Programmhefte verteilen, die mit dem Stempelaufdruck „10 % Frieden extra“ versehen werden.

 


Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 14. Februar 2010 um 19:42 Uhr