
| Brief des Zimmertheaters an Frau Rzyski und Herrn Pistorius |
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"Theater ist nicht einfach nur ein Hobby, sondern eine Passion, die 100% deines Enthusiasmus und deiner Kraft fordert - wer dies nicht leisten kann oder möchte, sollte sich eine andere Freizeitbeschäftigung suchen"
Sehr geehrte Frau Rzyski, sehr geehrter Herr Pistorius,
auf der letzten Kulturausschusssitzung hat Frau Rzyski angeregt, die Zuschüsse für das erste unordentliche ZimmerTheater ab 2011 um 100% zu kürzen. Dazu möchte der Vorstand des ZimmerTheaters folgende Stellungnahme abgeben:
Der Kürzungsvorschlag führt zu keinen kurzfristigen Einspareffekten.
Der Kürzungsvorschlag zerstört ehrenamtliches Engagement.
Der Kürzungsvorschlag vernichtet ein wichtiges Stück der Osnabrücker Kultur.
Der Kürzungsvorschlag führt zur Verarmung der kulturellen Landschaft Osnabrücks.
Der Kürzungsvorschlag passt nicht zu den Zielen des Strategiepapiers zur Kulturförderung. Im Strategiepapier zur Kulturförderung heißt es: "Kulturelle Beteiligung betrifft Aktivitäten von Bürgerinnen und Bürgern. Kulturelle Beteiligung und kulturelle Bildung stehen in einem engen Zusammenhang. Ziel öffentlicher Förderung ist, den Beteiligten zu ermöglichen, eigene kulturelle Aktivitäten zu entfalten. Dahinter steht die Annahme, dass kulturelle Betätigung und Ehrenamt in der Kultur zum Zusammenhalt des Gemeinwesens beitragen." Das erste unordentliche ZimmerTheater stellt seine Räumlichkeiten für Jugendtheaterprojekte, für Theater-AGs aus diversen Schulen, für Projektgruppen sozialer Träger und für einzelne Künstlerinnen und Künstler zur Verfügung und fördert dadurch das Gemeinwesen.
Wir möchten in diesem Brief auch unsere Enttäuschung darüber zum Ausdruck bringen, dass Frau Rzyski mehrere Einladungen des Vorstandes kurzfristig abgesagt hat. Frau Rzyski ist dem Dialog mit dem Vorstand aus dem Weg gegangen und sie hat bisher auch keine Einladung zu einem Theaterabend im ersten unordentlichen ZimmerTheater wahrgenommen. Wir fragen uns, was die Grundlage für Ihren Streichungsvorschlag war. Obwohl wir tief enttäuscht über die aktuellen Kürzungspläne sind, suchen wir den Dialog mit Ihnen. Wir würden ihnen gerne unsere Arbeit vorstellen, da wir davon überzeugt sind, dass das erste unordentliche ZimmerTheater ein unverzichtbarer Bestandteil der lebendigen Osnabrücker Kultur ist. Mit freundlichem Gruß
Vorstand des ersten unordentlichen ZimmerTheaters
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 13. Januar 2010 um 00:22 Uhr |
