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Diskussion in der NOZ - von Stefan Lüddemann Jetzt wird es ernst. In Zeiten knappen Geldes eröffnet der Lübecker Intendant den offenen Kampf um Zuschüsse. Das mag man rücksichtslos nennen. Für die Theater eröffnet der Vorschlag hingegen eine Chance: Sie können neu nachdenken über Kriterien, an denen sich die Qualität ihrer Arbeit bemessen lässt.
Natürlich ist klar, dass stumpfes Quotendenken dabei nicht der Maßstab sein darf. Wer Geld nach Erfolg verteilen möchte, muss auf eine ganze Reihe von Kriterien schauen. Wer bietet den wagemutigsten Spielplan? Wer erreicht ein junges Publikum? Und wer begeistert Sponsoren für seine Projekte? Das könnten Fragen für einen sinnvollen Wettbewerb sein. Zudem sollte klar sein, dass es bei solchem Wettbewerb um den Bonus für den künstlerischen Etat geht, nicht um die Existenz ganzer Häuser. In diesen Grenzen ließe sich sinnvoll streiten, auch zum Vorteil des Publikums. Der Vorschlag aus Lübeck bricht Denkverbote auf.
© Neue OZ online 2009
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 17. April 2010 um 11:41 Uhr |